„Ich freue mich auf das Abenteuer SV Sonsbeck“

Landesligist SV Sonsbeck hat mit dem 23-jährigen Philipp Elspaß nicht nur den Kapitän, sondern auch einen unumstrittenen Leistungsträger vom SV Walbeck verpflichtet. Der Innenverteidiger spricht über seinen Abschied aus Walbeck, die Gründe für seine Entscheidung und Duelle mit seinem Bruder Christoph.

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Philipp Elspaß

Nach vier Jahren beim Bezirksligisten SV Walbeck wechseln Sie als Kapitän zum SV Sonsbeck. Fällt der Abgang schwer und wie sind die Ziele mit dem SV Sonsbeck?

Philipp Elspaß: Die Entscheidung, Walbeck zu verlassen, ist mir ungemein schwer gefallen und es war für mich sehr emotional, als ich den Jungs meinen Wechsel mitgeteilt habe. Danach habe ich mich jedoch sehr über die Resonanz meiner Mannschaftskollegen gefreut. Sie konnten meine Entscheidung absolut nachvollziehen und drücken mir die Daumen, dass ich beim SV Sonsbeck schnell Fuß fassen werde. Mein Ziel ist es, natürlich schnell anzukommen und sich in die Mannschaft zu integrieren. Wir sind nächste Saison ein sehr junges Team und ich bin überzeugt, dass wir eine gute Rolle in der Landesliga spielen können. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen Verantwortlichen vom SV Walbeck für die tollen vergangenen vier Jahre bedanken. Ich werde mich sicherlich das ein oder andere Mal am Bergsteg sehen lassen.

Was war der ausschlaggebende Punkt für den Wechsel nach Sonsbeck?

Elspaß: Der ausschlaggebende Punkt war definitiv die sportliche Perspektive. Ich hatte immer den Ehrgeiz, mich mal in der Landesliga auszuprobieren. Und mit dem SV Sonsbeck habe ich nun einen Verein gefunden, mit dem ich mich absolut identifizieren kann. Das junge Team, das Trainerteam, die Anlage, die Anfahrt, die Philosophie des Vereins, das Drumherum und vor allem das Bauchgefühl passen einfach.

Was sind ihre Stärken und auf was für einen Spielertypen darf sich der SV Sonsbeck freuen?

Elspaß: Nach nunmehr zehn Jahren als letzter Mann gehören mit Sicherheit meine Übersicht und mein Zweikampfverhalten zu meinen Stärken. Hinzu kommt, nicht zuletzt aufgrund meiner Größe, das Kopfballspiel, mit dem ich in der Vergangenheit auch im gegnerischen Strafraum des Öfteren erfolgreich gewesen bin. Ansonsten würde ich mich als absoluten Teamplayer bezeichnen, der das Motto „Gemeinsam stark“, was ja sowohl beim SVW als auch beim SVS großgeschrieben wird, auf und neben dem Platz lebt.

Wie war ihr bisheriger, sportliche Werdegang?

Elspaß: Seit klein auf habe ich alle Jugendmannschaften beim SV Veert durchlaufen. Nach meinem ersten Seniorenjahr in der Kreisliga A habe ich mich dann 2016 für einen Wechsel zum SV Walbeck entschieden. Und nun bin ich voller Vorfreude auf das Abenteuer beim SV Sonsbeck.

Was machen Sie beruflich und in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht auf dem Sportplatz stehen?

Elspaß: Ich arbeite seit Abschluss meines dualen Studiums im Finanzamt in Krefeld. Und stehe ich mal nicht auf dem Sportplatz mit saftigem Grün, bin ich zumeist auf dem Sportplatz mit staubiger Asche und einem Tennisschläger in der Hand zu finden. Dazu kommen die Familie und Freunde, die mir sehr wichtig sind und die die noch verbleibende Zeit in Anspruch nehmen.

Ihr großer Bruder Christoph spielt beim Ligakonkurrenten in Broekhuysen. Wie gingen die bisherigen Duelle aus und wird es mal dazu kommen, dass Sie zusammen spielen? Vielleicht sogar in Sonsbeck?

Elspaß: In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder einmal gegeneinander gespielt. Dadurch, dass wir beide zusätzlich noch Spielführer waren, hatten diese Duelle immer wieder für eine besondere Brisanz. Trotzdem konnte ich leider keines der sieben Brüder-Duelle für mich entscheiden (zwei Unentschieden, fünf Niederlagen, Anm. d. Red.). Das tut unserem Verhältnis aber noch lange keinen Abbruch, denn das ist hervorragend. Natürlich wollen wir auch nochmal im gleichen Team agieren; und das hätte auch schon ein-, zweimal fast geklappt, aber so ist das eben manchmal im Fußball. Wann es soweit ist und ob es vielleicht beim SV Sonsbeck der Fall sein wird, kann ich aktuell überhaupt nicht einschätzen. Aber wenn es sich ergibt, warum nicht?

Quelle: RP vom 13.06.2020

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